Miniaturen zum 70. Geburtstag von Karl-Markus Gauß - der Träger des Leipziger Buchpreises findet die Zusammenhänge im unmerklichen Detail. Miniaturen von unterwegs, die Momente des Glücks beschwören und das Staunen lehren. Orte, an denen sich Wundersames ereignet, und Träume, die ins Leben wirken. Karl-Markus Gauß erzählt von der "Kunstesserin" in einer Wiener Trattoria, von einem Friedhof im Osten Europas, der letzten Zigarette seines Vaters, der "Schönheit hässlicher Städte": Stets sieht er die Zusammenhänge im unmerklichen Detail und zeigt das Leben in der Schwebe zwischen Wirklichkeit und Traum.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 10.05.2024
Rezensentin Elke Schlinsog bewundert die Gelassenheit und die Neugier, mit der Karl-Markus Gauß reist und wandert und schaut. Die in diesem zum 70. Geburtstag des Autors erscheinendenen Band versammelten Miniaturen bieten Schlinsog allerhand Überraschendes und Erhellendes, ja Welterklärendes aus Istrien, Novi Sad und anderen Orten, an denen Gauß weilt, horcht, sieht und staunt - über Flüchtiges, Zufälliges, Bahnhofsvorsteher mit Weitblick, Speck auf Gräbern, Kirchen, Straßen und Menschen in Bussen.
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