Der Autor schildert seine abenteuerliche Flucht über 40 Kilometer im Faltboot und Gummianzug über den Timisch-Fluss aus dem diktatorisch-kommunistisch regierten Rumänien, das seine wiederholten Anträge zur Ausreisegenehmigung nach Deutschland immer wieder ablehnt. Die sorgfältig vorbereitete Flucht misslingt zunächst. Der Flüchtling wird an der Grenze zu Jugoslawien aufgegriffen, zu Gefängnis verurteilt und später an Rumänien ausgeliefert, wo er nochmals für längere Zeit ins Gefängnis muss.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.07.2006
Birgitt von Maltzahn fasst sich kurz: Karl-Rudolph Brandschs Erfahrungsbericht aus der rumänischen Diktatur findet sie packend. Die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse im Rumänien der 70er Jahre und den erst in jugoslawischer, dann in rumänischer Haft endenden Fluchtversuch des Autors - all das liest sich für sie authentisch genug, um von der Atmosphäre aus Willkür und Brutalität, Menschlichkeit und Solidarität gefangen genommen zu werden. Bewirkt hat das für die Rezensentin insbesondere Brandschs "individueller Stil". Ein ordentliches Lektorat, so macht Maltzahn aber auch deutlich, hätte sie diesen noch besser genießen lassen.
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