Der Autor schildert seine abenteuerliche Flucht über 40 Kilometer im Faltboot und Gummianzug über den Timisch-Fluss aus dem diktatorisch-kommunistisch regierten Rumänien, das seine wiederholten Anträge zur Ausreisegenehmigung nach Deutschland immer wieder ablehnt. Die sorgfältig vorbereitete Flucht misslingt zunächst. Der Flüchtling wird an der Grenze zu Jugoslawien aufgegriffen, zu Gefängnis verurteilt und später an Rumänien ausgeliefert, wo er nochmals für längere Zeit ins Gefängnis muss.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.07.2006
Birgitt von Maltzahn fasst sich kurz: Karl-Rudolph Brandschs Erfahrungsbericht aus der rumänischen Diktatur findet sie packend. Die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse im Rumänien der 70er Jahre und den erst in jugoslawischer, dann in rumänischer Haft endenden Fluchtversuch des Autors - all das liest sich für sie authentisch genug, um von der Atmosphäre aus Willkür und Brutalität, Menschlichkeit und Solidarität gefangen genommen zu werden. Bewirkt hat das für die Rezensentin insbesondere Brandschs "individueller Stil". Ein ordentliches Lektorat, so macht Maltzahn aber auch deutlich, hätte sie diesen noch besser genießen lassen.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…