Wie entsteht eine Große Regierungserklärung? Wie sieht der Kampf um Worte aus? Wie nutzt der Kanzler die politische Rede als Führungsinstrument? Die Große Regierungserklärung zu Beginn einer neuen Kanzlerschaft ist Visitenkarte und zentrales Führungsinstrument des Kanzlers gegenüber Partei, Fraktion, Koalitionspartner und der Öffentlichkeit.Wie der Kampf um Worte hinter den Kulissen geführt wird und aus Worten schließlich Taten werden, wird in diesem Buch erstmals, nach umfangreichen Recherchen und Gesprächen mit den politischen Akteuren, für die Großen Regierungserklärungen von Konrad Adenauer bis Gerhard Schröder untersucht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.07.2002
Iring Fetscher ist von diesem Sammelband, der 13 Kanzlerreden zwischen 1949 und 1998 analysiert und dokumentiert, ziemlich enttäuscht. Die Analysen des ersten Teils würdigt er zwar als "sorgfältig", findet jedoch, dass sie letztlich nicht viel hergeben. Der Rezensent meint, dass der Leser mit den vielen Namen, die an der Kanzlerrede beteiligt waren, nicht viel anfangen kann. Gern hätte er gewusst, welchen Anteil die genannten Personen an der jeweiligen Rede gehabt haben, und er hätte sich sehr für Entwürfe der Reden interessiert, über die er jedoch nichts erfahren hat. So bleibt der Leser nach der Lektüre hungrig zurück", kritisiert Fetscher. Der zweite Teil des Buches mit Dokumentationen gefällt ihm besser. Diese findet er "weitaus spannender" als die Analysen der Reden.
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