Aus dem Schwedischen von Verena Reichel. Mit einem Nachwort von Monika Rinck. Ob in Paris, Berlin oder Schweden, draußen oder drinnen - alles in der Welt ist im Fluss. Es ist eine Welt, die, so grausam und düster sie ist, große Schönheit besitzt und nach Empathie verlangt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.08.2016
Heinrich Detering findet die von Verena Reichel "kongenial" übersetzten Gedichte der Schwedin Katarina Frostenson geschliffen. Die Auswahl aus den Jahren 1999 bis 2011 führt ihm eindrucksvoll die Meisterschaft der Autorin beim Verwandeln von Schauplätzen in Klang vor Augen. Wie Frostenson archaische Mythen visionär synästhetisch abbildet, dabei mitunter politisch sensibel aktuelle Kriegsbilder verhandelnd, wie sie die Welt sich auflösen lässt in Sprache, um abermals eine Welt entstehen zu lassen, verfremdet und schön, das hat Detering an den 33 Gedichten des Bandes beeindruckt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.08.2016
Hingerissen lässt sich Nico Bleutge mit dem neuen Band "Sprache und Regen" einmal mehr von der schwedischen Dichterin Katarina Frostenson zu einer Streiftour durch ihre lyrische Landschaft mitnehmen. Wie die Autorin zwischen "sinnlichen" Momenten und Gedanken, Rhythmus und Klang mäandert, bisweilen gar schwebt, das "Phantasma reiner Unmittelbarkeit" durch poetische Reflexionen durchbricht und die Lücke zwischen Sprache und Dingen ausleuchtet, ringt dem Kritiker größte Anerkennung ab. Begeistert vermerkt Bleutge außerdem, wie Frostenson in ihren farb-, klang- und bewegungsreichen Versen zwischen den Genres, etwas Landschaftsskizzen, Gemäldegedichten, historischen Porträts oder antiken Mythen wechselt. Während sich der Rezensent neben Verena Reichels eleganter, den "Wasserschichten der Verse" gerecht werdender Übersetzung gelegentlich das schwedische Original zum Abgleich gewünscht hätte, ist er mit Monika Rincks instruktivem Nachwort restlos zufrieden.
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