Peter Urban-Halle (Hg.), Henning Vangsgaard (Hg.)

Licht überm Land

Dänische Lyrik vom Mittelalter bis heute
Cover: Licht überm Land
Carl Hanser Verlag, München 2020
ISBN 9783446266261
Gebunden, 488 Seiten, 36,00 EUR

Klappentext

Andersen, Klopstock, Christensen … Einzigartig, umfassend, vielfach zum ersten Mal auf Deutsch - die große Anthologie der dänischen LyrikEine Anthologie der "gesamten" dänischen Lyrik auf Deutsch fehlt bis heute - und doch handelt es sich um eine der ältesten und reichsten Traditionen in der europäischen Literatur. Früher waren die Verbindungen zwischen Dänemark und Deutschland eng: Der Barockdichter Thomas Kingo wurde bereits 1685 übertragen; Klopstock bekam vom dänischen König eine Lebensrente; Hans Christian Andersens zweite Heimat war Deutschland und sein erstes Gedicht erschien auf Deutsch; Jens Peter Jacobsens Gurre-Lieder wurden von Arnold Schönberg vertont, Inger Christensen fühlte sich in Deutschland beinahe mehr geschätzt als in Dänemark. Peter Urban-Halle und Henning Vangsgaard lassen uns eine viel zu unbekannte Welt entdecken.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 05.11.2020

Rezensent Michael Braun findet den von Peter Urban-Halle und Henning Vangsgaard herausgegebenen Band überfällig. Für Braun gelingt den Herausgebern nicht weniger als ein bisher versäumter Blick auf die dänische Lyrik. Allein die Übersetzungsleistung, für die wesentlich Peter Urban-Halle verantwortlich zeichnet, scheint Braun immens, kundig und so manche bislang kanonische Übertragung in den Schatten stellend. Der Blick in die dänische Lyrikgeschichte, den der Band eröffnet, macht Braun u.a. mit der Experimentierfreude der Texte nach 1970 bekannt. Klaus Rifbjerg, Nicolaj Stochholm oder Lars Bukdahl etwa findet Braun in ihrer Respektlosigkeit und Lässigkeit absolut lesenswert. Hier werden "Verzauberungsposen vom Tisch gefegt", freut sich Braun.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.06.2020

Aldo Keel empfiehlt den von Peter Urban-Halle und Henning Vangsgaard herausgegebenen Band, um das "vitale poetische Ausdrucksbegehren" im benachbarten Dänemark besser kennenzulernen. Die versammelten 108 Lyriker und 34 Lyrikerinnen und ihre größtenteils erstmals ins Deutsche übertragenen Texte, von geistlicher Färbung (Thomas Kingo) über Barockdichtung (Jens Steen Sehested) bis zu subjektiver Erlebnislyrik (Johannes Ewald) und modernistischen Tönen (Jorgen Sonne) bedeuten Keel vor alllem dies: Dänemark braucht sich wegen seiner Lyrik nicht zu verstecken.

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