Aus dem Amerikanischen Heide Börger. Kathryn Paige Harden informiert über den neuesten Stand der Genforschung, räumt mit gefährlichen eugenischen Vorstellungen auf und konfrontiert uns mit der Frage, was Gleichheit und Gerechtigkeit bedeuten in einer Welt, in der Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten geboren werden. Sie fordert uns dazu auf, die Bedeutung des genetischen Zufalls ernst zu nehmen, wenn wir jemals versuchen sollten, eine gerechte Gesellschaft zu entwickeln. Dieses richtungsweisende Buch befreit die Genetik vom Erbe der Eugenik und präsentiert eine kühne Vision von einer Gesellschaft, in der alle Menschen erfolgreich sind unabhängig davon, wie sie in der Gen-Lotterie abschneiden.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 30.06.2023
Rezensent Michael Lange rät der Leserin von Kathryn Paige Hardens Buch zu einiger Vorkenntnis. Die wissenschaftlichen Hintergründe und genetischen Fachbegriffe im Buch sind nicht immer ohne weiteres zu verstehen, warnt er. Mit etwas Vorwissen aber lässt sich das Buch mit Gewinn lesen, meint er. Wie sehr unser Verhalten, ja unser ganzes Sein von den genetischen Anlagen bestimmt ist, erläutert die Psychologin laut Lange, ohne in die Nähe rassistischer Theorien und Interpretationen zu geraten. Die komplizierten Zusammenhänge der Genetik und aktuelle Debatten rund um die Genforschung lassen sich mit dem Buch genauer erkunden, so Lange.
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