Aki Kaurismäki studierte Literatur- und Kommunikationswissenschaften in Helsinki. Während seines Studiums gab er die Fakultätszeitung heraus. Er arbeitete als Aushilfskellner, Tellerwäscher und Postbote. Mehrere Jahre schrieb er Filmkritiken für die finnische Zeitschrift "Filmihullu". 1980 machte er dann mit seinem Drehbuch für "The Liar" auf sich aufmerksam. Sein Bruder Mika führte Regie, Aki selbst spielte die Titelrolle. Seit 1981 dreht Aki eigene Filme, darunter "Ariel", "Das Mädchen aus der Streichholzfabrik", "Leningrad Cowboys go America" und "Wolken ziehen vorüber". Mit "Der Mann ohne Vergangeneheit" gewann er 2002 den Grand Prix du Jury in Cannes. Das Buch nähert sich aus verschiedensten Blickwinkeln dem Universum von Aki Kaurismäki - einer Welt am Rande Europas, einer Welt, die gleichermaßen anrührend und unterhaltsam, arm aber nie armselig erscheint, weil sie sich durch die Augen eines großen poetischen Realisten erschließt. Der reich bebilderte Band versammelt Übersichten, Detailuntersuchungen, Texte zu allen seinen Filmen sowie ein ausführliches Werkstattgespräch mit Kati Outinen über ihre Zusammenarbeit mit dem Regisseur.
Instruktiv findet Rezensent Dietmar Kammerer diesen Sammelband über den finnischen Regisseur Aki Kaurismäki, den Ralph Eue und Linda Söffker herausgegeben haben. Die Interviews, Essays und Einzelrezensionen leuchten das umfassende Oeuvre des "unverwüstlichen Lakonikers" zu seiner Freude bis in den letzten Winkel aus. Nicht alle Beiträge glänzen für ihn dabei aber durch besondere Originalität. Er hat den Eindruck, dass die meisten Autoren von Jean-Michel Frodons These beeinflusst sind, wonach man Kaurismäkis Filme erst dann richtig sehen könne, "wenn man auch den Körper des Regisseurs - seine Präsenz, sein Gesicht, die Langsamkeit und Schnelligkeit seiner Gesten" in der Wirklichkeit erlebt hat. Neben Michael Essers Eröffnungsessay hebt der Rezensent Ralph Eues aus Selbstaussagen des Regisseurs zusammengestelltes Lexikon von A wie "Alkohol" bis W wie "Western" hervor. Auch Christiane Peitzs Gespräch mit Kati Outinen über die Arbeit auf einem Kaurismäki-Set und Harun Farockis Beobachtungen beim Dreh von "Ariel" haben ihn gefallen.
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