Aus dem Finnischen von Stefan Moster. Kommissar Harjunpää wird gerufen, eine weibliche Leiche in Augenschein zu nehmen. Die Tote liegt in ihrem eigenen Bett, Spuren von Gewaltanwendung sind auf den ersten Blick keine zu erkennen. Dennoch hat Harjunpää sofort das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Irgendein Detail passt nicht ins Bild. Die Leiche, eine Frau mittleren Alters, liegt zu ordentlich da: fein säuberlich zugedeckt. Jemand muss nach ihrem Tod sorgfältig die Decke über sie gebreitet haben. Überdies liegt die Frau am äußersten Rand des Bettes als hätte jemand neben ihr gelegen. Darauf deutet auch die Wäsche hin, die sie trägt: Strümpfe, Strapse, Spitzen. Allerdings sind auch bei näherer Betrachtung keine Hämatome oder gar Würgemale zu erkennen. Nur ein winziger Fleck am Hals fällt Harjunpääs Assistenten, der von allen nur Bingo genannt wird, auf...
Im Perlentaucher:
Rezension Perlentaucher
Joensuus nicht ganz neue Bücher sind auf Deutsch erst dieses und letztes Jahr erschienen. Skandinavische Krimis sind immer noch so in Mode, dass Verlage, die sich wie btb darauf spezialisiert haben, auch auf Autoren zurückgreifen, die zunächst übersehen oder abgelehnt wurden. Joensuu war schon in "Der einsame Mörder" sehr gut darin, Erzählstränge handlungstechnisch zu trennen, aber thematisch und leitmotivisch zu verbinden. In den acht Jahren bis "Blinder Neid" hat er auch noch Humor entwickelt. Das ist eine zusätzliche Qualität seiner Romane. Seine Gesellschaftsdiagnose hat sich deshalb nicht aufgehellt... Lesen Sie mehr von Michael Schweizer in 'Mord und Ratschlag'
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