Mit Illustrationen von Julie Völk. Die Künstlerin Julie Völk nimmt uns mit in die Welt der Brüder Grimm, an verwunschene Gewässer, führt uns durch dichte Wälder und wundersame Berglandschaften, sie zeigt uns verzauberte Gärten und lässt uns staunen über geheimnisvolle Häuschen und prächtige Paläste. Die Auswahl aus dem Gesamtwerk der Grimms nach der Ausgabe letzter Hand von 1857 vereint beliebte Märchen und solche, die noch entdeckt werden wollen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.10.2021
Rezensentin Sybil Gräfin Schönfeldt findet in dieser Märchensammlung vor allem Gefallen an den Bildern von Julie Völk. Die Ruhe ausstrahlenden und verträumten Aquarelle hätten sicher auch den Grimms gefallen, glaubt die Rezensentin. Immerhin unterstreichen sie Schönfeldt zufolge die dreißig ausgewählten, in sechs Kategorien eingeteilten und "geschickt gemischten" Märchen gekonnt und sie erkennt ganz deutlich die Aufforderung, sich die passende Gesamtausgabe zu besorgen. Diese Sammlung überzeugt die Rezensentin jedenfalls neben der Auswahl der Geschichten auch noch mit seiner äußeren Optik und Haptik und eignet sich dadurch gut zum In-den-Schoß-legen und Vorlesen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.07.2021
Tilman Spreckelsen ist hin und weg, weniger von den hier ausgewählten und versammelten Märchen der Brüder Grimm (einige weniger bekannte darunter, wie der Rezensent erfreut feststellt) als von Julie Völks Illustrationen. Völk hebt sich von früheren Bebilderungen ab, indem sie weder Märchenrealismus noch Parodie noch Parabel anstrebt, so Spreckelsen. Stattdessen setzt Völk auf "spielerische Erweiterung" der Texte, wo immer sie offene Stellen zeigen, erklärt er. Dass sie in "Der Eisenofen" etwa einen Espressokocher ins Bild schmuggelt, findet Spreckelsen "entzückend sinnlos". Nicht weniger gut gefällt ihm der hinzu erdachte Pfau. Insgesamt werden die Märchen durch Völks Arbeiten freundlicher, ohne gefällig zu werden, konstatiert der Rezensent.
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