Mit zehn Schwarzweiß-Abbildungen. Wie werden die Menschen in Deutschland in Zukunft autofrei und klimafreundlich unterwegs sein? Dieses Buch bietet Antworten und ist somit Doping für unsere Vorstellungskraft. Die Rollen sind dabei klar verteilt: Mario Sixtus, als Autor und Science-Fiction-Filmemacher häufig im Übermorgen zu Hause, schreibt Kurzgeschichten einer optimistischen Zukunft. Katja Diehl macht als Mobilitätsexpertin den Realitätscheck: Was könnte von dieser Vision in naher Zukunft tatsächlich umgesetzt werden?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.02.2026
Teils interessant, teils tendenziöses Wunschdenken: So urteilt ein insgesamt angeregter Rezensent Martin Gropp über dieses Buch zur angestrebten Verkehrswende, das Katja Diehl und Mario Sixtus gemeinsam geschrieben haben. Zehn Kapitel enthält es und beide sind zweigeteilt: Zuerst entwirft Sixtus ein Zukunftsszenario, in dem Autos kaum noch eine Rolle spielen, etwa weil sie aus dem Berliner S-Bahn-Ring entfernt oder Tankstellen zu Co-Working-Spaces umfunktioniert wurden. Anschließend legt die Mobilitätsexpertin Diehl dar, inwieweit diese Szenarien realistisch sind. Gropp kann mit Diehls Beiträgen mehr anfangen als mit den manchmal etwas geschwätzigen Sixtus-Passagen. Vieles, was in dem Buch steht, ist erhellend, meint Gropp, der allerdings moniert, dass die Autoren zu oft anstatt zu beschreiben eine Agenda verfolgen; zum Beispiel eine antikapitalistische. Auch ist viel, was Sixtus und Diehl hier ersinnen, nicht allzu realistisch. Insofern fällt das Fazit ambivalent aus, auch wenn Gropp mit der Schlagrichtung des Buches ("weniger Wagen wagen") sympathisiert.
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