Die globale Geschichte des 21. Jahrhunderts ist eine Geschichte der Knappheit, ganz gleich, ob es um Wohnungen geht, um Arbeitskräfte, um Technologien oder um saubere Energie. Dabei hat sich die gegenwärtige Krise in den Industriestaaten seit Jahren angebahnt - weil wir eine Politik des Verzichts geübt haben und nicht innovativ genug waren. Ezra Klein und Derek Thompson zeigen, wie wir die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Hindernisse für den Fortschritt überwinden, wie wir Systeme und Institutionen für den Aufbau schaffen und so zu einem neuen Wohlstand gelangen. Ein Wohlstand, der nicht gleichbedeutend ist mit dem Reichtum weniger, sondern mit einer besseren Zukunft für möglichst viele Menschen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.09.2025
Rezensent Andrian Kreye glaubt mit dem linksliberalen US-Journalisten Ezra Klein und seinem Co-Autor, dem Wirtschaftsjournalisten Derek Thompson an eine bessere Zukunft. Die Kritik der Autoren an rechten wie linken Denkmustern findet er hörenswert. Dass der Band nicht mit Apodiktik, sondern mit kritischem Denken, Zahlen und Fakten überzeugen will, gefällt ihm. Die Utopie, die die Autoren auf die Art entwerfen, ein Leben im Glück für alle, sauberer, gesünder, reicher, steht für Kreye gegen den ökonomisch zentrierten Fortschrittsgedanken. Wie hier die "kalifornische Ideologie" der 70er neu und weitergedacht wird, scheint Kreye bemerkenswert und ein Schritt in die "Post-Hypermoderne".
Ezra Klein, Kolumnist der New York Times, hat zusammen mit dem Wirtschaftsjournalisten Derek Thompson ein Buch geschrieben, "Der neue Wohlstand", das die Utopie vom guten Leben für alle schon heute für machbar hält, berichtet in der SZ Andrian Kreye. Umverteilung ist dabei - genau wie ungebremstes Wachstum - nicht die Lösung, weil sie keine Innovation beförderten, und genau die sei nötig: "Die Autoren finden dafür ein hübsches Bild: 'Würde es Ihnen gelingen, einen Blaubeerkuchen wachsen zu lassen, dann hätten Sie mehr Blaubeerkuchen', schreiben sie. 'Ökonomisches Wachstum entsteht aber nicht durch eine Anhäufung des immer Gleichen. Der Unterschied zwischen einer Volkswirtschaft, die wächst, und einer Volkswirtschaft, die stagniert, liegt im Wandel." Unser Resümee
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