Aus dem Englischen von Stefanie Schäfer. Martin Helger, 16, mogelt sich durch eine jüdische Eliteschule in Johannesburg, die sein im Schrotthandel reich gewordener Vater Isaac finanziert, während sein Bruder Marcus gegen Isaacs Willen zur Armee geht. Da bekommt die Familie Besuch aus den USA. Annie ist die ungewöhnlichste junge Frau, der Martin je begegnet ist. Offiziell ist sie Lehrerin in den Townships, undercover aber Anhängerin Mandelas, und sie reißt Martin mitten hinein in den gärenden Konflikt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 02.10.2019
Rezensentin Petra Pluwatsch schätzt an Kenneth Bonerts zweitem Roman die darin vermittelten Kenntnisse des Autors über seine Geburtsstadt Johannesburg in den frühen 90er Jahren, als der ANC Bomben legte und Südafrika spaltete, außerdem die Fähigkeit des Autors, dieses Wissen in einen vielschichtigen Stoff zu verwandeln. Auch wenn das Buch nicht die sprachliche Wucht des Vorgängerromans "Die Löwensucher" hat und die Handlung in Nebenschauplätze zerfällt, wie Pluwatsch einräumt, Bonerts autobiografische Saga über eine jüdische Familie in Südafrika geht mit der Story des jüngsten Helger-Sprosses in eine durchaus lesenswerte neue Runde.
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