Aus dem Englischen von Anne Emmert. "Ein Archiv zu haben heißt, ein Schatzhaus haben", sagt Nelson Mandela. Erstmals macht der Vater der Regenbogen-Nation nun sein privates Archiv zugänglich: "Bekenntnisse" enthält die persönlichen Notizen, Tagebuchaufzeichnungen und Briefe aus über fünf Jahrzehnten seines Lebens. Darunter befinden sich nie veröffentlichte Dokumente wie die Briefe an seine Frau Winnie aus der Zeit der Gefangenschaft auf Robben Island; die Korrespondenz mit den engsten Freunden; das Tagebuch, aus dem er nach dem Tod seines Sohnes Thembi die Kraft zum Weiterleben schöpfte; die Notizen und Betrachtungen, die er als erster schwarzer Präsident Südafrikas niederschrieb.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.01.2011
Rezensent Andreas Eckert begrüßt dieses Buch Nelson Mandelas, das unveröffentlichte Briefe, Tagebuchaufzeichnungen, Interviews und Passagen aus der geplanten, aber nie vollendeten Fortsetzung der Autobiografie versammelt. Auch wenn es keine "Bekenntnisse" im engeren Sinn bietet, ermöglicht das Buch seines Erachtens einen "Blick hinter die Maske des Politikers und Helden". Es vermittelt für ihn einen berührenden Eindruck von Mandelas 27 Jahren Haft in den Gefängnissen des südafrikanischen Apartheidsregimes, von der Einsamkeit während dieser Jahre und von persönlichen Schicksalsschlägen. Und es zeigt Mandela als Leser historischer und klassischer Werke sowie wiederholt äußerst selbstkritisch. Aufschlussreich findet Eckert das Buch nicht zuletzt da, wo es um den Übergang von der Apartheid zum "Neuen Südafrika" geht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.11.2010
Michael Bitala hat Nelson Mandelas Buch "Bekenntnisse"freundlich aufgenommen, auch wenn der Titel nicht hält, was er verspricht. Denn eine echte Reflexion findet der Rezensent in dem Buch nicht. Das Werk umfasst nach seinen Angaben eine Reihe von Schriften des früheren Anti-Apartheid-Kämpfers Südafrikas und ersten schwarzen Präsidenten des Landes, bislang unveröffentlichte Briefe, Tagebuchaufzeichnungen und Interviews sowie Passagen aus einer geplanten, aber nie fertiggestellten Fortsetzung der Autobiografie "Der lange Weg zur Freiheit". Bitala hebt insbesondere die Briefe aus dem Gefängnis hervor, die die Einsamkeit, Monotonie und Unmenschlichkeit der 27 Jahre dauernden Haft vor Augen führen. Insgesamt gewähren die Texte für ihn einen sehr persönlichen, menschlichen und liebenswürdigen Eindruck von Mandela.
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