Warum scheitern immer wieder wirtschaftlich gesunde Familienunternehmen an sich selbst, und das, obwohl in juristischer Hinsicht alles zum Besten steht? Warum sorgt Streit in der Familie immer wieder für das Aus traditionsreicher Unternehmen? Die Ursache liegt in einem immer wieder übersehenen Regelungsdefizit. Der Gesellschaftsvertrag kann vieles, aber er kann nicht alles. Dieses Buch bietet die Familienstrategie als Lösung. Die Familienstrategie schafft Strukturen, wo bisher keine waren, sie stabilisiert, sie verbessert die Handlungsfähigkeit, sie erleichtert das Miteinander. Kurz: sie ist unverzichtbar, um die Herausforderungen der Zukunft - standfeste Nachfolgeplanung, effizientes Kostenmanagement und Family Governance - zu meistern.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.08.2004
Die Verfasserin von "Die Familienstrategie", Kirsten Baus, ist Spezialistin für Familienstrategie und Nachfolgeplanung. Ihr wissenschaftlicher Ansatz geht von der Beobachtung aus, dass es nicht einmal fünf Prozent der gegründeten mittelständischen Unternehmen in die dritte Generation schaffen. Sie stellt sich also die Frage: Woran liegt das? Robert Fieten berichtet, dass Baus die aus ihrer beruflichen Perspektive logisch folgende Antwort gibt: Demnach reicht es nicht aus, einen "juristisch sauber ausgearbeiteten Gesellschafsvertrag" vorzulegen. Vielmehr bedarf dieser der Vorschaltung einer so genannten "Familienstrategie". In den USA ist dieser Doppelweg gang und gäbe, so Baus nach Fieten. Dort werden erst einmal die Machtverhältnisse innerhalb der Familie geklärt, und an diesen hat sich dann die Strategie der Unternehmensführung zu orientieren. Herrschen also daheim geordnete Verhältnisse, klappt's auch mit dem Business.
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