Klaus Bartels

Roms sprechende Steine

Inschriften aus zwei Jahrtausenden
Cover: Roms sprechende Steine
Philipp von Zabern Verlag, Zürich 2000
ISBN 9783805326902
Gebunden, 320 Seiten, 34,77 EUR

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 28.11.2000

Wenn Steine sprechen könnten, hätten sie viele Geschichten preiszugeben, eben: Geschichte. Da sie es nicht tun, schauen wir nicht hin, hören wir nicht zu. Komplizierter verhält es sich nach Hanno Helbling mit den Steinen, denen man aus diesem Grund eine Inschrift mitgegeben hat: sie tätigen Aussagen im Sinne ihrer Benutzer, ihrer Beschrifter, die damit "ihre" Geschichte der Nachwelt überliefern möchten - die Wahrheit verkünden sie nicht unbedingt. Wie ratlos stehen wir oft vor ihnen, wie achtlos gehen wir an ihnen vorüber, stöhnt Helbling. Halt! Uns kann geholfen werden, schwärmt der Rezensent. Denn wenn man diese Steine nebeneinander setzt und miteinander sprechen lässt, wie es der von ihm gepriesene Klaus Bartels tut, dann enthüllen sich plötzlich Standortwechsel, Umwidmungen, Spannungen zwischen bestimmten historischen Phasen wie etwa dem heidnischen und dem christlichen Rom. Voller Hochachtung spricht Helbling von dem extremen Arbeitsaufwand und der einfühlsamen Interpretationsarbeit, die der Autor geleistet hat.
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