Klaus Bittermann hat ein Faible für Randfiguren. Sehr trocken und nicht ohne Witz beschreibt er kleine Alltagsszenarien aus seinem Viertel, in dem Touristen, Vandalen, Zopfträger, Alteingesessene, Eigenbrötler, Backfische, Rucksack- und Fahrradhelmträger wild durcheinanderlaufen, und das auch noch völlig ohne Plan.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.12.2011
Schön zu lesen, diese kleinen Dinger, freut sich Rezensent Gustav Seibt, so schön wie der Titel. Allerdings haben Klaus Bittermanns Glossen auch archivalischen Wert für ihn. Denn: So wie hier festgehalten, wird Berlin nicht mehr sein, nein, auch Kreuzberg nicht, da macht er sich keine Hoffnungen. Punkschuppen, wie sie Bittermann gern frequentiert, Hertha-Fans - sie müssen der Latte-Fraktion weichen. Das wird auch der stoische Tonfall des Autors nicht hindern. Nur gut, dass Seibt dann noch bei Bittermann nachschlagen kann, wie's einmal war.
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