Die Waffen-SS umgibt bis heute der düstere Mythos der Brutalität, der Indoktrination und Unbesiegbarkeit. Doch in wie weit war die Waffen-SS tatsächlich militärische Elite? Oder waren ihre Divisionen doch nur ganz normale Fronttruppen?
Klaus-Jürgen Bremm wagt eine ebenso kritische wie fundierte Gesamtdarstellung der militärischen Eliteformation. Er schildert die Verfahren der Ideologisierung und die Organisationsgeschichte von den ersten Totenkopfverbänden und der Leibstandarte Adolf Hitler bis zu den schließlich 38 Divisionen der Waffen-SS am Kriegsende, zu denen auch viele Einheiten mit ausländischen Soldaten zählten.
Peter Carstens bedauert das späte Erscheinen dieses Buches des Militärhistorikers Klaus-Jürgen Bremm. Beachtenswert scheint ihm, wie der Autor das Märchen von der Elite-Truppe der Waffen-SS entzaubert und detailliert Kampfweise, Zusammensetzung und Eigenpropaganda der Truppe aufdeckt. Auch wenn der Autor dabei mitunter allzu kleinteilig zu Werke geht, wie Carstens kritisiert, scheinen Bremms Erläuterungen dem Rezensenten letztlich doch überzeugend, wenn er die Leistungen der SS auf das möglichst brutale Morden und Plündern reduziert.
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