Anhand von überwiegend unbekannten Texten aus der osmanischen Literatur führt Klaus Kreiser den Leser in das pulsierende Leben Istanbuls ein. Er erzählt nicht nur die Geschichte herausragender Monumente - von der Hagia Sophia bis zur Blauen Moschee, von den Landmauern bis zum Topkapi-Serail -, sondern beschreibt auch die Menschen, den städtischen Alltag, das Wirtschaftsleben, die erlaubten und unerlaubten Vergnügungen der Elite und des einfachen Volkes. Ein Reiseführer der anderen Art, für alle, die sich über die touristischen Highlights hinaus auch für die Kultur Istanbuls interessieren.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.12.2009
Christiane Schlötzer macht auf die zweite, erweiterte Auflage von Klaus Kreisers historischem Istanbul-Stadtführer aufmerksam und lobt ihn in den höchsten Tönen. Sie würdigt den emeritierten Bamberger Turkologen unter anderem als profunden Kenner der osmanischen Quellen, wobei ihr sehr positiv auffällt, dass der Autor seine Kenntnisse sehr gut lesbar darbietet. Und er hat vor allem Schriften über Amtliches und Alltägliches ausgewertet und kann so sehr aufschlussreiche Details über das Alltagsleben in Istanbul zwischen dem 15. und dem 20. Jahrhundert mitteilen, so die Rezensentin. Sie erfährt viel über die historische Wasserversorgung der Metropole, über "hennafarbene" Lustknaben oder das richtige Raki-Maß, hört vom Leben der Paschas und Sultane, aber auch von den einfachen Leuten. Dieses Buch geht über seinen bescheidenen Untertitel weit hinaus, betont Schlötzer, die das Buch sowohl Lesern, die die Stadt nicht genau kennen, als auch denjenigen, die mit Istanbul vertraut sind, sehr ans Herz legt.
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