Mit Illustrationen von Esther Gonstalla. Eine durchschnittliche Erderwärmung von drei Grad wird über den Landflächen zu einer Temperaturerhöhung von sechs Grad und mehr führen. Dies wird eine heute kaum vorstellbare Radikalisierung des Wettergeschehens hervorrufen - mit verheerenden Folgen für die gesamte Menschheit und materiellen Schäden, die jährlich zehn Prozent des Weltsozialprodukts übersteigen werden. Dieses Buch zeigt auf, warum wir ein solches Szenario niemals zulassen dürfen und welche Lösungen es gibt.
Rezensentin Annette Jensen ist ganz begeistert von diesem von Klaus Wiegandt herausgegebenen Buch, an dem mehrere renommierte Forscher*innen mitgeschrieben haben und in dem auch bereits kundige Leser*innen viel Neues zum Thema finden werden, wie sie versichert. So liest Jensen etwa im Beitrag des Waldprofessors Reinhard Mosandl gespannt vom großen Potenzial, das in der Wiederverwässerung von Mooren und der Waldaufforstung liege; "mitreißend" findet sie außerdem das Pläydoyer des Klimafolgenforscher Hans Joachim Schellnhuber für eine nicht beton- sondern holzbasierte Stadtplanung. Dass die Autor*innen nicht bei den düsteren Aussichten verharren, die eine weitere Erderwärmung um drei Grad bedeuten würde - das endgültige Absterben des Amazonas-Regenwalds etwa, wie Jensen lesen muss -, sondern beherzt "naturbasierte" Lösungsvorschläge anbieten, die keine "technischen Schein-Auswege" sind, rechnet sie den Verfasser*innen hoch an. Ein "inspirierendes und überaus informatives" Buch, dem die Kritikerin eine große Leserschaft wünscht.
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