Eppler: Mir verschafft das bisschen Wirtschaftswachstum überhaupt keine schlaflosen Nächte.
Paech: Mir schon! Mit Erhard Eppler, Umwelt und Entwicklungspolitiker der ersten Stunde, und Niko Paech, einem der
profiliertesten Wachstumskritiker, treffen zwei engagierte Vorkämpfer einer ökologischen Wende aufeinander.
Was können die Energiewende und das "grüne Wachstum" leisten? Sind genügsamere
Lebensstile mehr als eine Utopie? Und wer steht in der Pflicht: die Bürger oder die Politik? Ein mit Leidenschaft geführter Disput darüber, wie der anstehende gesellschaftliche Wandel vonstattengehen kann.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.01.2017
Robert Probst lernt aus dem Gespräch zwischen Erhard Eppler und Niko Paech vor allem, wo die Grenzen verlaufen zwischen dem Wünschenswerten und Machbaren in der Ökodebatte. Dass die beiden Diskutanten nicht zu einer einvernehmlichen Lösung in Streitpunkten wie Wachstumsfixiertheit, Energiewende und Postwachstum kommen, findet Probst nachvollziehbar. Gut gefallen hat ihm, dass in dem Dialog, der für ihn oft eher ein Aneinanderreihen von Statements ist, einmal der "SPD-Vordenker" Eppler als der Moderate erscheint, während der Nachhaltigkeitsforscher Paech radikaler auftritt und die Energiewende kritisiert. Wie unterschiedlich der Wandel zum guten Wirtschaften vorstellbar ist, lassen ihn beide Standpunkte erkennen. Die am Schluss des Bandes zu findenden Aufsätze empfiehlt Probst als Einführung in die Lektüre.
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