Aus dem Amerikanischen von Marlene Fleißig. Die Klimakrise schreitet rasend schnell voran. Es wird immer wahrscheinlicher, dass Menschen irgendwann versuchen, das Klima aktiv zu manipulieren, um die Erde zu kühlen. Was nach Science-Fiction klingt, ist bereits heute erschreckend realistisch: Eine Form des Geoengineerings, das Versprühen von Schwefel in der Stratosphäre zur Refl exion des Sonnenlichts, ist so billig, dass sie von jedem unberechenbaren Milliardär umgesetzt werden kann. Gesetzliche Regelungen dazu fehlen, obwohl die Technik schwerwiegende Nebenwirkungen für Mensch und Natur mit sich bringen könnte.Gernot Wagner hat das erste Forschungsprogramm zu solarem Geoengineering in Harvard aufgebaut und ist überzeugt: Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Technik zum Einsatz kommt. Er gibt einen Einblick in Chancen und Risiken dieser Klimamanipulation - verständlich, unterhaltsam und mit einem warnenden Blick auf die kommenden Jahre.
Rezensent Georg Ehring lässt sich von dem Klimaökonom Gernot Wagner in die nahezu science-fiction-artig anmutende Welt des Geoengineering mitnehmen: Bisher ist diese Methode, bei der Schwefelpartikel in der oberen Atmosphäre verteilt werden, um die Intensität der Sonnenstrahlen und damit die Erderwärmung zu verringern, international zum großen Teil verboten, erläutert der Rezensent. Das hat mit den hohen Risiken zu tun, die damit einhergehen, zum Beispiel unvorhersehbare Wetterwechsel, aber auch mit rechtlichen Fragen. Wagner beschreibt das Verfahren detailliert, und geht auf Risiken wie Vorteile ein, mit einer Offenheit für überraschende Schlussfolgerungen, meint Ehring. Eine überwiegend leichte und auch spannende Lektüre, findet der Rezensent, die in jedem Fall die Dringlichkeit vom Kampf gegen die Klimaerwärmung betont.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…