Konrad Adam

Die alten Griechen

Cover: Die alten Griechen
Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2006
ISBN 9783871345531
Gebunden, 192 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

Die griechische Antike ist die Wiege der europäischen Kultur. Diese vergangene Welt - ihre Philosophie und Sprache, ihre künstlerischen Formen und ihre Literatur - ist uns auf seltsame Weise vertraut und fremd zugleich. Konrad Adam spürt der Faszination der griechischen Philosophie nach, stellt uns den Dichter Homer vor, erklärt die Bedeutung der Göttermythen und die präzise Logik der griechischen Sprache. Wir nehmen an den Wahlen zur Volksversammlung teil, lauschen Sokrates' Gesprächen mit seinen Schülern und gehen ins Theater, wo eine Tragödie von Aischylos gegeben wird. Wir erfahren, was ein Scherbengericht ist, wie die spartanische Erziehung aussah, wer den ersten Marathon lief - und wie man Sophistik betreibt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.11.2006

Johan Schloemann ist in keiner Weise einverstanden mit Konrad Adams Buch über die "alten Griechen". Er hält dem Autor vor, einem von der Forschung längst überholten, altbackenen Griechenbild anzuhängen, moniert die weitgehende Ignoranz gegenüber der aktuellen Forschungsliteratur und kritisiert das Buch als ein "streckenweise erschreckend oberflächliches Werk". Die gängigen Vorurteile des sogenannten dritten Humanismus findet er in dem Buch wieder - vom platten Ost-West-Gegensatz über die Einteilung der griechischen Geistesgeschichte in eine klassische, heroische Epoche und eine des Niedergangs und der Dekadenz hin zur Abqualifizierung der römischen Kunst gegenüber der griechischen und der Lobhudelei auf die griechische Sprache als der besten überhaupt. Mit seinen Ansichten aus der Mottenkiste des Altphilologen Werner Jaeger hat Adam dem Griechentum nach Ansicht Schloemanns einen Bärendienst erwiesen. So brandmarkt er den Autor als "falschen Freund", von dem sich die Griechen hier preisen lassen müssen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.10.2006

Begeistert zeigt sich Wolfgang Schuller von diesem Werk über die "alten Griechen", das Konrad Adam vorgelegt hat. Er lobt das überaus "lebendige Bild", das Adam von der Religion, Politik, Gesellschaft, Literatur, Kunst und Philosophie des antiken Griechenlands zeichnet. Tatsächlich fällt ihm kaum ein anderes Buch ein, das das weite Spektrum griechischen Denkens und gesellschaftlichen Verhaltens derart anschaulich, treffend und, wo nötig, auch kritisch darstellen würde wie vorliegendes Werk. Beeindruckt zeigt er sich zudem von den fundierten Sachkenntnissen des Autors sowie seinem souveränen und zugleich persönlichen Stil. Sogar die Vergleiche mit der Gegenwart, die ihm bei anderen Büchern oft peinlich anmuten, findet er hier überzeugend und aufschlussreich. Sein Fazit: ein Buch, das man "mit Gewinn" lesen wird.
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