Die Bibel versammelt ganz unterschiedliche Schriften aus über tausend Jahren und wirkt doch wie ein Buch. Wie kam es zu diesem Wunderwerk? Konrad Schmid und Jens Schröter erklären, wie aus alten Erzählungen, Liedern, Weisheitssprüchen und Gesetzten, aus Briefen an frühchristliche Gemeinden und Erzählungen über Jesus in einem langen Prozess heilige Schriften von Juden und Christen hervorgingen,die heute überall auf der Welt gelesen werden. Nach Jahrzehnten erstmals wieder ein Überblick über die Entstehung der Bibel auf dem neuesten Forschungsstand. Die Forschung der letzten Jahrzehnte hat viele gängige Annahmen über die Geschichte Israels und die Entstehung der Bibel revidiert. Ereignisse wie der Auszug aus Ägypten oder der Tempelbau unter König Salomo gelten nicht länger als historisch. Damit verschärft sich die Frage, wie die großen Geschichten des Alten Testaments entstanden sind und wann sie Teil "heiliger Schriften" wurden. Auch gängige Annahmen über die Sammlung der Evangelien oder frühe Apostelbriefe stehen neu auf dem Prüfstand.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.10.2019
Rezensent Helmut Zander hat großen Respekt vor den beiden protestantischen Professoren für die Geschichte biblischer Literatur, denn sie haben ihm zufolge das Mammutprojekt bewältigt, eine sehr lesenswerte und systematische Geschichte der Entstehung der Bibel zu schreiben. Auch wenn wegen der Materialfülle ab und an der rote Faden aus dem Blick gerät und die Texte, die nicht eindeutig zum kanonischen Bestand gehören, ein wenig unterschätzt werden, sind die beiden Antike-Spezialisten diesem Vorhaben mehr als gerecht geworden, findet der Kritiker. Nur die Setzung des Schlusspunktes beim sechsten Jahrhundert nach Christus bedauert der Rezensent ein wenig, schließlich folgen da zum Beispiel noch die Entwicklungen unter Luther - aber auch der gegenwärtige Zustand sei ja nur ein vorläufiger Schlusspunkt, gibt Zander zu bedenken.
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