Wer oder wie ist ein Mensch? Anlass zu dieser Frage geben die verschiedensten Situationen. Mit grundsätzlichen Betrachtungen oder mit sprichwörtlichen Redensarten hilft man sich aus der Unsicherheit. Die Anthropologie versucht es mit Vernunft und Tradition, mit überprüfbaren Formulierungen, die von Juristen, Medizinern, Politikern und Erziehern als allgemeingültige Vokabel "der Mensch" verwendet werden können. Konrad Wünsches Essays, Texte und Bilder von Tätern und von Träumern, von Hässlichen und von Gesichtslosen, konfrontieren mit der uralten Mahnung "Erkenne dich selbst".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.08.2007
Rezensent Burkhard Müller ist Konrad Wünsche und seinem Buch "Und du verkennst dich doch" völlig erlegen. Er preist die originellen Einsichten dieser "Galerie", die sich der Anthropologie, der Wissenschaft vom Menschenbild, dadurch nähert, dass sie Bilder vom Menschen betrachtet. Müller räumt ein, dass ihm bei Wünsches "Gedankenreichtum" ein Abriss schwerfällt, zumal der Autor, wie der Rezensent vornehm formuliert, "in Form und Stil" von einer "wunderbaren Offenheit" sei. Allerdings hätte man sich vom Rezensenten hin und wieder gewünscht, dass er seine Begeisterung erklärt und nicht allein in den Raum stellt, etwa wenn er zitiert, dass für Wünsche die "Mutter" ein "anthropologisches Verhängnis" sei, das "Urbild alles Menschenhässlichen".
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