Herausgegeben von Günter Bischof, Stefan Karner und Barbara Stelzl-Marx. Von rund 100 Millionen Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg gegeneinander kämpften, gerieten etwa 35 Millionen (also ein Drittel) in Gefangenschaft. Renommierte Historiker aus Europa und den USA beleuchten die Thematik der Kriegsgefangenschaft im und nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei wird ein Überblick über die Gefangenschaft in der Sowjetunion und im "Dritten Reich" sowie über das Schicksal von Kriegsgefangenen der Wehrmacht in der Hand der Westalliierten gegeben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.06.2006
Als "Glücksfall" würdigt Christian Hartmann diesen Sammelband über Kriegsgefangenschaft im Zweiten Weltkrieg, den Günter Bischof, Stefan Karner und Barbara Stelzl-Marx herausgegeben haben. Er lobt die Geschlossenheit des Bandes, bescheinigt ihm einen "hervorragenden Überblick" über die internationale Forschung und Literatur, und unterstreicht die Substanz der 28 Beiträge. Diese befassen sich nach Auskunft Hartmanns mit fünf großen Fragestellungen: Kriegsgefangenschaft als internationales Forschungsthema, Kriegsgefangene in sowjetischem Gewahrsam, Kriegsgefangene in westalliiertem Gewahrsam, westliche Kriegsgefangene im "Dritten Reich" sowie sowjetische und polnische Kriegsgefangene im "Dritten Reich". Obwohl damit keineswegs alle Aspekte des gewaltigen Themenkomplexes behandelt sind, wie Hartmann einräumt, bietet der umfangreiche Band für seinen Geschmack fürs Erste ausreichende Informationen. Überzeugt haben ihn schließlich auch die Bebilderung des Bandes sowie sein Quellen- und Literaturverzeichnis .
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