Führende US-amerikanische und europäische Experten analysieren den 6. Juni 1944 aus unterschiedlichen Perspektiven. Die alliierte Normandieinvasion war eine der bedeutendsten Schlachten des 20. Jahrhunderts und als "Anfang vom Ende des Dritten Reiches" ein entscheidender Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg. Die aufschlußreichen Beiträge widmen sich der US-amerikanischen, britischen, kanadischen und französischen Beteiligung an der Normandieinvasion. Daneben wird aber auch die Rolle der deutschen "Heimatfront", die Erinnerung der deutschen Soldaten an den Juni 1944 untersucht, weiters die Bedeutung der "zweiten Front" in der alliierten Kriegsplanung. Der Band stellt den "D-Day" in den größeren historischen Kontext des Zweiten Weltkrieges und relativiert damit die US-zentrierte Erinnerung an den 6. Juni.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.10.2002
Dieser Band zu den Nachwirkungen der Invasion in der Normandie 1944 besticht durch seine fundierten Beiträge, so das Fazit Tillmann Bendikowskis. Wie wir erfahren, umfasst der Sammelband die Beiträge einer internationalen Tagung zu 50. Jahrestag der Landung alliierter Truppen in der Normandie, der nun zwar mit erheblicher Verspätung veröffentlicht wird, an Qualität aber deshalb nichts einbüße. Hervorgehoben werden vom Rezensenten der Beitrag über das Kriegsgeschehen des Jahres 1944 von Hermann Graml und der Aufsatz Norbert Freis über die Reaktionen der deutschen Öffentlichkeit auf die Invasion. An diesen Beispielen könne man besonders gut erkennen, dass es sich bei diesem historischen Ereignis um eine ganz eigene "Erwartungsgeschichte" gehandelt habe, so Bendikowski. Allerdings stört ihn die Verbindungen mit gegenwärtigen politischen Entwicklungen, die von Mitherausgeber Wolfgang Krieger gezogen werden und auf Fragen der heutigen Außenpolitik und des Völkerrechts Antworten suchen. Von derartigen Argumentationsgrundlagen zur Rechtfertigung eines "humanitären Krieges" zeigt sich Bendikowski nicht sehr überzeugt.
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