Hunde sind das Alter Ego des Menschen. Die lange gemeinsame Entwicklungsgeschichte bedingt ein "Menschenrecht auf Hundehaltung" und ein "Hunderecht", mit verständigen Menschen zu leben. Tiere sind aber nicht nur unsere evolutionären Geschwister, sie entfalten als unsere Freizeitpartner oder in therapeutischen Settings oft positive Wirkungen. Gute Beziehungen mit Tieren helfen Menschen, in emotionaler Balance ein langes und glückliches Leben zu führen. Dass etwa Hundehalter weltweit gesünder sind als Menschen ohne Hund, ist statistisch belegt. Warum wir Menschen die Tiere brauchen und wie das Zusammenleben und die Kommunikation mit Tieren - vor allem mit unseren wichtigsten Kumpantieren, den Hunden und Katzen - partnerschaftlich funktionieren kann, erklärt Kurt Kotrschal in seinem neuen Buch.
Nicht allzu viel Neues zur Mensch-Tier-Beziehung entdeckt Eckhard Fuhr zunächst im Buch des Verhaltensbiologen Kurt Kotrschal. Dass der Mensch dem Tier ähnlicher ist, als ihm lieb ist, weiß er längst. Wenn der Autor allerdings die Idee entwickelt, der Mensch sei evolutionär überhaupt nur durch die Auseinandersetzung mit dem Tier zu dem geworden, was er ist, horcht Fuhr auf. Vor allem, weil der Autor nicht die materielle Seite meint, dass wir Tiere essen, um unsere Entwicklung voranzutreiben, sondern die spirituelle, wie der Rezensent erläutert, die, die unsere Selbstreflexion anreibt, zu erkennen in uralten Höhlenzeichnungen von Tieren etwa. Für den Autor also ist die Tierliebe Voraussetzung des Menschseins und der Menschenliebe. Wirklich, für Menschenliebe? Das möchte der Rezensent dann doch lieber nicht unterschreiben.
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