Zufrieden schnurrt ein hübscher Kater mit glänzendem Fell, nachdem er sein Fressen bekommen hat - glaubt man der Werbung, so ist für unsere Haustiere das Beste gerade gut genug. Doch die Realität sieht anders aus. Wussten Sie, dass aus Erdgas ein bizarrer Fleischersatz hergestellt wird? Für Menschen verboten, für Tiere erlaubt... Mit Aromen, Geschmacksverstärkern, Konservierungs- und Farbstoffen und dem ganzen Arsenal der Kunstnahrungshexenküche wird ein leckeres Menü für Waldi und Minka zubereitet. Und die Zukunft hat schon begonnen: Mit Biotechnologie und High-Tech landen Bakterien und Pilze im Fressnapf unserer Lieblinge. Die Tiere leiden. Hunde und Katzen bekommen Diabetes, Herzkrankheiten und Krebs, Schweine haben Darmprobleme, und unter Rindern breiten sich gefährliche Bakterien aus, die auch den Menschen befallen können. Sie sind nicht nur im Fleisch, sondern bereits im Trinkwasser zu finden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.04.2007
Christina Hucklenbroich schickt voraus, dass der Band nach einer einstweiligen Verfügung des Tierfutterkonzerns Masterfoods nun doch inhaltlich unverändert erscheinen konnte. Erstaunlich, liegt für die Rezensentin das Augenmerk des Autors Hans-Ulrich Grimm doch klar auf dem Geschäft mit dem Luxus für Haustiere und auf der "unreinen Seite" der Tierfutterproduktion, die er auch schon mal mit Interna aus der Futtermittelindustrie belegt, wie Hucklenbroich erklärt. Für die Rezensentin liegt das Problem des Buches allerdings eher in einem deutlichen Mangel an Differenziertheit. Was Geschäftemacherei und was schlicht eine den neuen Bedürfnissen in der Haustierhaltung angepasste Überlebenshilfe ist, hält sie nämlich für eine durchaus berechtigte Unterscheidung. Grimms Ruf nach gesundem Futter für Haustiere, mutmaßt sie, wird der Industrie nicht allzu viel anhaben können.
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