Mit 13 Farb- und 337 schwarz-weiß Fotos. Peggy Guggenheim, Amerikanerin und Erbin eines sagenhaften Vermögens, führte ein turbulentes Leben für die Kunst. Sie war eine Kunstsammlerin von untrüglichem Gespür, die viele Künstler gefördert und während der Nazizeit gerettet hat. Dieses Buch gibt Einblick in ihre privaten Fotoalben und damit in die Stationen ihres Lebens: die ersten Ehen und das Leben in der Boheme, die Amouren mit Beckett, Yves Tanguy und Max Ernst, die Freundschaften mit Marcel Duchamp und Djuna Barnes. Daneben verlor sie nie ihr Lebensziel aus den Augen: die Förderung zeitgenössischer Kunst.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.07.2002
Die Autorin ist die Ehefrau des Enkels von Peggy Guggenheim, teilt Jörg Häntzschel mit und konstatiert naturgemäß eine gewisse Befangenheit der Biografin. Man nehme sie ihr aber nicht weiter übel, meint der Rezensent, und auch ihr nicht sehr ausgeprägtes Erzähltalent sei verzeihlich. Denn das Leben dieser bedeutenden Kunstsammlerin - ein Bild pro Tag kaufen, nicht etwa malen, lautete eine Zeitlang ihr Motto, berichtet Häntzschel fasziniert - sei einfach so prall und auf gewisse Weise so tragisch gewesen, dass man einfach fasziniert bei der Sache und dem Buch bleibe. Außerdem werde der Leser durch die vielen Fotos aus der Guggenheimschen Fotoschatulle entschädigt, zu der andere Biografen vermutlich keinen Zugang bekommen hätten. Ohne Peggy Guggenheim, die aus einer der reichsten amerikanischen Familien stammte, ihren Vater beim Untergang der Titanic verlor, in den verschiedensten großen Weltstädten lebte und jedes Mal ein neues Leben begann, bedeutende Männer kannte, liebte und sammelte, ohne sie jedenfalls, so Häntzschel, wäre die moderne Kunst nie nach Amerika gekommen - und Jackson Pollock nie über die nächste Bar hinaus.
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