Inhaltliche Konzeption: Isabelle Graw und Barbara Hess. Mit Beiträgen von Diedrich Diedrichsen, Rhea Anastas, Garetz James, Benedict Seymour, Bernadette Seymour, Claudia Herstatt, Isabelle Graw, Barbara Hess u.a. sowie Interviews mit Gerard Goodrow, Todd Levin, Christian Boros und Verena Pfisterer.
Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Texte zur Kunst", die vor zehn Jahren zum ersten Mal erschien, steht ganz im Zeichen des Kunstmarkts, seiner Akteure und seiner Geschichte, berichtet Brigitte Werneburg. Dabei versuchen die Herausgeberinnen Isabelle Graw und Barbara Hess und ihre Autoren, weder die Präsenz des Kunstmarkts und damit der Kunst als Ware noch einer Verbrämung des Kunstmarketings den Weg zu bereiten, sondern die Zusammenhänge zwischen Kunst, Hype, Image und Kommerz zu erforschen. Ihre investigativen Interviews mit Galeristen, Sammlern, Kuratoren und Auktionären haben der Rezensentin verdeutlicht, dass zur Zeit eine Kluft besteht zwischen Kunstkritik, Sammlern und Galeristen. Man bleibe lieber unter sich, was zu Lasten einer konstruktiven Kommunikation über die Kunst geht, so Werneburg. Und, entnimmt die Rezensentin der Zeitschrift, der 11. September hat auch in der Kunstwelt seinen Niederschlag gefunden. Sinke die Bereitschaft zur Mobilität, so falle auch manch international besetzte "Kunstparty" ins Wasser und damit wohl auch der Gewinn für die Kunsthändler. An dieser Stelle allerdings hätte die Rezensentin gern etwas mehr Zahlen und Fakten zum Thema gelesen.
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