Aus dem Schwedischen von Wibke Kuhn. Evert Bäckström, irgendwo zwischen Mitte 40 und Mitte 50, klein, dick und primitiv, ist als Kommissar bei der schwedischen Polizei tätig. die Karriere verlief reibungslos, mit exzellenten Referenzen - seine Vorgesetzten waren immer froh, wenn sie ihn möglichst schnell wieder loswerden konnten. Er ist der Mann für die schmutzigen Fälle: Mord, bewaffneter Raubüberfall und so weiter. Am wenigsten scheut er dabei, sich selbst die Hände schmutzig zu machen. Als in Stockholm der bekannte Rechtsanwalt Thomas Eriksson tot in seinem Haus gefunden wird, ist Bäckström sofort zur Stelle, hatte er doch eigentlich noch ein Hühnchen mit dem Mann zu rupfen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 20.05.2015
Gut unterhalten hat sich Sylvia Staude mit Leif GW Perssons drittem Evert-Bäckströms-Band. Dies, obgleich ihr mit Kommissar Bäckströms ein veritables Ekel begegnet, sexistisch, versoffen und faul. Aber eben auch verdammt gerissen. Da die Handlung solide und der Fall hochkomplex ist, wie Staude anmerkt, da der Autor außerdem die Polizeiarbeit aus eigener Erfahrung kennt und seine Texte als Mischung aus astreiner Ermittlungsarbeit und Büro-Satire anlegt, zeigt sich die Rezensentin hoch zufrieden mit diesem Fall, äh, Buch.
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