Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.01.2003
In seiner sehr kurzen Besprechung merkt lmue. an, dass die Umstände, unter denen der Schriftsteller Raymond Roussel, Autor des von den Surrealisten und Michel Foucault verehrten Romans 'Locus solus', 1933 tot in einem Hotelzimmer aufgefunden wurde, mysteriös waren. Als Todesursache wurde Tablettensucht angegeben, das Wort "Selbstmord" sei jedoch nicht im Polizeiprotokoll aufgetaucht. Leonardo Sciascia, der es genau wissen wollte, habe für sein schmales Buch den Kellner des Hotels befragt, die Akten untersucht und die Tagebücher der Witwe studiert. Aufklären konnte er den Fall zwar nicht, "aber die Methode des 'racconto-inchiesta', die 1978 im Buch über den Tod Aldo Moros ihre Brisanz erweisen sollte, war erprobt", schreibt lmue.
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