Raymond Roussel

Locus Solus

Cover: Locus Solus
Die Andere Bibliothek, Berlin 2012
ISBN 9783847703297
Gebunden, 487 Seiten, 34,00 EUR

Klappentext

In der Druckfassung von 1914 und ergänzt durch Episoden aus der erstmals veröffentlichten Urfassung. Stefan Zweifel hat sie entziffert, kommentiert, aus dem Französischen übertragen, die Übersetzung Cajetan Freunds überarbeitet und ein Nachwort verfasst. Locus Solus heißt das weite Anwesen von Montmorency, in dessen verschwenderisch ausgedehnten Park das Künstlergenie Martial Canterel einige Vertraute einlädt. Während eines langen Spaziergangs, weltwundergleich auf sieben Stationen, führt er den Freunden wie in einem Zaubergarten seine phantastischen Erfindungen vor.
"Locus Solus" heißt der 1914 erstmals erschienene Roman von Raymond Roussel in dem das Werk eines exzentrischen Autors seinen Höhepunkt erreicht. "Locus Solus", ein Wortuniversum, in dem sich der Surrealismus in Literatur und Kunst ankündigt und der Sprache ein neuer Raum eröffnet wird, hat seit seiner Veröffentlichung vor bald einem Jahrhundert nichts von seiner legendären Magie verloren. "Bei mir ist die Phantasie alles", bekannte Raymond Roussel, er lebte es, er schrieb es und in "Locus Solus" formt er seine puren Imaginationen zu einem visionären Sprachschauspiel.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 01.12.2012

Rezensent Jürgen Ritte ist ganz fasziniert von dem französischen Schriftsteller Raymond Roussel, der im Jahre 1933 unter mysteriösen Umständen ums Leben kam. Umso mehr freut sich der Kritiker, dass nun dank der ausgezeichneten Arbeit des Zürcher Literaturkritikers und Übersetzers Stefan Zweifel eine neue Ausgabe des im Oktober 1913 erstmals erschienenen Romans "Locus Solus" vorliegt. Zweifel habe bei seiner Recherche zu Roussel in der französischen Nationalbibliothek bisher unveröffentlichte Manuskripte und Dokumente aus Roussels Besitz entdeckt und diese erstmals in seiner Überarbeitung des Romans berücksichtigt, berichtet der Rezensent. Mit Vergnügen liest Ritte die "märchenhaften", manchmal "abstrusen", von Roussels Afrika-Reise inspirierten Geschichten von afrikanischen Fetischen aus Timbuktu, Wiederauferstehungen oder Goldschöpfungen. Eine aufregende Reise in Roussels Fantasiewelt, lobt der Kritiker, der auch Zweifels Kommentare mit großem Interesse gelesen hat.

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