Das Viertel der Clowns ist eine abschätzige Bezeichnung für die Bewohner des Wohnviertels am äußersten Rand der Großstadt Gwangju, in dem die Hauptfigur des Romans, Cheol, Ich-Erzähler und Alter Ego des Autors, mit seiner Familie fünf wichtige Jahre seiner frühen Jugend verbringt. Die vierköpfige Familie, darunter eine schwerbehinderte Tochter, lebt in bitterer Armut, seit man von einer Insel auf das Festland umgezogen ist, der Vater hat sie verlassen und fährt zur See, die Mutter muß sie mit Näharbeiten über Wasser halten, die ältere Tochter arbeitet in der Fabrik und kann die Schule nicht fortsetzen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.08.2018
Rezensent Steffen Gnam freut sich, dass Lim Chul Woos im Original bereits 1993 erschienenen "halbfiktiven Memoiren" an eine Jugend in Südkorea nun auch auf Deutsch vorliegen. Für den Kritiker ist der südkoreanische Autor ohnehin ein "Poet der Finsternis", denn kaum jemand erzähle so sogkräftig von den Folgen des Koreakriegs wie Chul Woo. Er folgt hier in 33 "fatalistisch-heiteren" Episoden dem jungen Cheol, der während der Entwicklungsdiktatur aufwächst, lernt den Alltag in Seouls Straßen kennen und bewundert nicht zuletzt das "Crescendo der Desillusion", das der Autor hier entwirft.
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