Aus dem Chinesichen von Hans-Peter Kolb. Die Geschichte von Laoshun, einem Falkner in einem kleinen Dorf am Rande der Wüste im Nordwesten Chinas. Ein Leben in einer abgelegenen Welt, geprägt von existentiellen Nöten und den täglichen Sorgen um die Zukunft. Eine Geschichte von Hoffnung und Verzweiflung, Leid und Erlösung und von immer wiederkehrenden Prüfungen, die es zu meistern gilt und hinter allem die Frage nach dem Sinn oder Unsinn des Lebens in einer Landschaft, die zugleich lebensfeindlich und grausam, aber auch erfüllend und faszinierend ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.01.2021
Rezensent Wolfgang Kubin lässt sich von Xue Mo in die bäurische Welt Chinas entführen, wo Frauen als Tiere gelten, Füchse und Hunde. Für Kubin eine besondere Erfahrung, schon weil das Setting eines Provinzortes in Chinas Nordwesten ihm eher wenig vertraut ist. Die Geschichte um eine Familie in den 1980er Jahren, um Schamanismus, Ahnenkult und das Los der Frauen erscheint Kubin zeitlos, darin dem Taoismus verpflichtet. Irritiert stellt er fest, dass der Erzähler Erzählstränge einfach fallenlässt. Gut hingegen gefällt ihm die urteilsfreie Offenheit der Schilderung. Keine ganz leichte Lektüre, meint er, aber durchaus lohnend.
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