Aus dem Englischen von Andrea Stumpf. Nach einem harten Winter erwacht Three Pines zu neuem Leben. Während die Dorfbewohner Vorbereitungen für einen ganz besonderen Gedenktag treffen, machen sich Chief Inspector Armand Gamache und Jean-Guy Beauvoir zunehmend Sorgen: Ein junger Mann und seine Schwester sind nach Three Pines zurückgekehrt. Als die Ermittler sie kennengelernt haben, waren Fiona und Samuel noch Kinder. Ihre Mutter war ermordet worden, an einem trostlosen Novembermorgen am Ufer eines gottverlassenen Sees. Es war der erste gemeinsame Fall der Ermittler. Was wollen die Geschwister Jahre später in Three Pines? Während Gamache versucht, Antworten zu finden, wird der 160 Jahre alte Brief eines Steinmetzes entdeckt. Darin beschreibt der Mann, wie ihn die Angst überkam, als er im Dorf eine Dachkammer zumauerte. Die Bewohner von Three Pines finden den Raum und beschließen, ihn zu öffnen. Gamache merkt bald, dass mehr darin steckt, als man auf den ersten Blick sieht. Durch die Enthüllung betritt ein alter Feind ihre Welt und bedroht, was Gamache am meisten bedeutet: sein Zuhause.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 05.06.2024
Einen "ungemütlichen Kriminalroman" hat Louise Penny geschrieben, findet Rezensentin Sylvia Staude. Darin wird zurückgeblickt auf einen Fall, den Inspektor Armand Gamache bereits in einem früheren Band gelöst hat. Hier bekommt es der kanadische Kommissar mit den Folgen dieses Falls von Mord und Kindesmissbrauch zu tun, und hier stellt sich, so Staude, die Frage, in wem "das Böse" steckt und ob es den Menschen anzusehen ist. Ein Dorfgeschichte, in der es auch darum geht, ob der kleine Ort "Three Pines", an den der Inspektor nach getaner Arbeit zurückkehrt, tatsächlich ein sicheres Zuhause ist. Gerade weil er so gar nicht "gemütlich" ist, kann die Rezensentin diesen Roman empfehlen.
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