In einem früheren Leben war Olaf Ostrander Schuldeneintreiber, jemand, der andere daran erinnert, dass es nichts umsonst gibt. Notfalls mit Gewalt. So hat er auch seine Frau kennengelernt, gerettet und erobert, um den Preis einer Strafe in Haft. Als sie kurz nach seiner Entlassung eine Erbschaft macht, ist der Moment für beide gekommen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Gemeinsam wollen sie sich einen Traum erfüllen: den Traum von einem Leben auf einer Insel, weit weg von allem, unter Palmen und einer ewigen Sonne in einer Villa am Meer. Sie finden, was sie suchen, doch bald schon wird ihnen klar, dass der Himmel auf Erden nicht so einfach zu haben ist. Und dass sie trotz der hohen Zäune um ihr Haus dem Glück und anderen unberechenbaren Mächten ausgeliefert sind, die sie daran erinnern, dass es nichts umsonst gibt. Ludwig Fels erzählt von Sehnsucht und Verzweiflung, davon, was es kostet, an einem Traum festzuhalten. Und was es bedeutet, am eigenen Leib erfahren zu müssen, dass es ein falscher Traum gewesen ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 15.07.2020
Rezensentin Katrin Hillgruber lobt Ludwig Fels' Einsichten in die Liebe im fortgeschrittenen Alter. Letztere kommt auch im neuen Roman des Autors vor, den Hillgruber als spätes Echo auf Fels' Roman "Ein Unding namens Liebe" liest. Wie eine wohlhabende Erbin und ein ehemaliger Geldeintreiber ihr spätes Glück auf einer Südseeinsel suchen, erzählt der Autor laut Hillgruber vor dem Hintergrund politischer Unruhen, Armut und Gewalt in der Inselgesellschaft. Dass Fels über Sehnsucht und Weltschmerz ohne Scheu vor Sentimentalitäten, dafür mit biblischen Anklängen zu schreiben vermag, findet die Rezensentin bemerkenswert.
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