Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.04.2001
Thomas Kunze kann dem Buch mit Gesprächen zwischen dem ehemaligen KP-Chef Chiles und Margot Honecker absolut nichts abgewinnen. Corvaláns Rolle sei die eines Stichwortgebers. Kritische Fragen stelle er nicht. Aber auch mit den Antworten Margot Honeckers ist Kunze nicht zufrieden. Denn sie bietet zu seiner Enttäuschung keinerlei "neue Einsichten" und ihre Ausführungen sind, wie er bissig anmerkt, für Historiker "wertlos". Wenn er ihr auch hoch anrechnet, dass sie in ihren Antworten diskret bleibt und nicht mit Einblicken in die "Chefetagen" auftrumpft, hat das Buch damit allerdings seine "letzte Chance vertan, unterhaltend oder gar spannend zu sein".
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