In beinahe allen Darstellungen nach 1525 wird Martin Luther beleibt dargestellt. Im Unterschied zu Heiligen und anderen frommen Gestalten, deren Schlankheit als Beweis für ihre Gleichgültigkeit gegenüber den Verführungen des Fleisches gilt, war Luthers Beleibtheit untrennbar mit seinem Image verbunden. Warum wurde Luther so dargestellt und wieso war sein Körper so wichtig für das Luthertum? In diesem Essay untersucht Roper, wie und warum das Bild seines Körpers seine Biografie bestimmte.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.10.2012
Mit viel Lob bedenkt Bernhard Lang diese kurze Studie über Luthers Leib, die die Oxford-Historikerin Lyndal Roper vorgelegt hat. Die Untersuchung von Texten und Bildern des "feisten Reformators" aus der Lutherzeit scheint ihm klug, kenntnisreich und vergnüglich. Besonders interessant findet er die "Ikonografie der Stabilität", die die Autorin in den Abbildungen Luthers entdeckt. Dessen massiver Leib habe schon zu Lebzeiten als Symbol für eine Sicherheit verleihende Kraft des Glaubens gegolten. Das Resümee des Rezensenten: ein geistreiches, reich bebildertes Buch, das Heinz Schillings dickleibige Luther-Biografie exzellent ergänzt.
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