Aus dem Englischen von Britt Somann-Jung. Eigentlich will Darkus Cuttle nur herausfinden, wieso sein Vater auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Doch plötzlich steckt er mitten in einem wahnwitzigen Abenteuer: Er wird von seinen (überaus seltsamen) Nachbarn eingesperrt und von einer Horde Käfer befreit - angeführt von Baxter, dem riesigen Nashornkäfer. Er entdeckt, dass er seine neuen krabbelnden Freunde unbedingt vor Lucretia Cutter beschützen muss. Und dass die gemeine und exzentrische Modedesignerin vor vielen Jahren mit seinem Vater an einem geheimen Projekt gearbeitet hat. Aber wie das alles zusammenhängt, kann Darkus nur mit Baxters Hilfe enträtseln.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.09.2016
Wie eine Mischung aus Jurassic Park und "Fünf Freunde" erscheint Markus C. Schulte von Drach der neue Roman der britischen Autorin M. G. Leonard, der als Krimiklassiker a la Conan Doyle beginnt und sich zu einem veritablen Thriller entwickelt. Erzählt wird die Geschichte des dreizehnjährigen Darkus Cuttle, der seinen unter mysteriösen Umständen im Naturkundemuseum verschwundenen Vater sucht und bald nicht nur Unterstützung von der selbstbewussten Virginia und dem ängstlichen, aber hochbegabten Bertold, sondern auch von dem Nashornkäfer Baxter erhält. Gemeinsam mit einer ganzen Armee "Kotbällchen" werfender Käfer kämpft die Truppe gegen die böse Forscherin Lucretia Cutter, resümiert der Kritiker, der zwar nicht ganz versteht, weshalb hier auch noch Gentechnik untergebracht werden musste, den Roman aber dennoch gespannt gelesen hat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.09.2016
Dietmar Dath hält M. G. Leonards Käferbuch für ein großes Abenteuer. Die Geschichte um einen tapferen Halbwaisenjungen, der seinen Forscher-Vater aus den Fängen einer gierigen Genetikerin befreien will und dabei mit allerhand Käfergetier paktiert, scheint ihm alles richtig zu machen. Motive, Szenen und Typen bleiben lange haften, meint er, und die Klischeeseligkeit der Autorin bei der Erfindung der Figuren stört auch nicht weiter, weil allzu große Komplexität die für junge Leser bedeutsame Handlung nur bremsen würde, so Dath, und Leonard jedem Klischee auch ein Gegengewicht zur Seite stellt. Dass sich das Buch nicht anbiedert, gefällt ihm gut. Zur begleitenden Lektüre empfiehlt er ein Insektenbestimmungsbuch.
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