Mit Illustrationen von Regina Kehn. Aus dem Norwegischen von Antje Subey-Cramer. Norwegen unter deutscher Besatzung 1942. Zwei jüdische Kinder müssen über die Grenze nach Schweden, wo ihr Vater wartet. Doch die erwachsenen Helfer werden verhaftet, und zwei norwegische Kinder springen ein … Gerda ist zehn und hat gerade "Die drei Musketiere" gelesen. Naiv, abenteuerlustig und ausgestattet mit einem hitzigen Temperament, beschließt sie, Sarah und Daniel auf ihrer Flucht zu helfen. Ihr ängstlicher Bruder Otto geht zögernd mit. Es wird für die vier Kinder ein Abenteuer auf Leben und Tod. Maja Lunde stellt die vier Protagonisten lebendig und authentisch in ihrem Kindsein dar: in geschwisterlichem Streit, in Trotz, Leichtsinn, Spieltrieb und Abenteuerlust.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.01.2020
Anna Vollmer versteht Maja Lundes Text vor allem als Geschichte über Freundschaft, Flucht und Überleben. Mit einem starken Mädchen im Mittelpunkt, das als Fluchthelferin tätig wird, erzählt Lunde laut Vollmer eine Geschichte aus der Zeit von Norwegens Okkupation durch die Nationalsozialisten. Für Vollmer ein spannendes Abenteuer, in dem die traurige Wirklichkeit der Besatzung in ihrem ganzen Schrecken allerdings eher am Rand vorkommt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.10.2019
Rezensentin Hilde Elisabeth Menzel ist beeindruckt von Maja Lundes Romandebüt, das in Norwegen bereits 2012 und nun auch auf Deutsch erschienen ist. Der Jugendroman spielt während des Zweiten Weltkriegs in Norwegen und erzählt davon, wie zwei junge Geschwister entdecken, dass ihre Eltern zwei jüdische Kinder im Keller vor den Nazis versteckt halten, und diese daraufhin auf ihrer Flucht nach Schweden begleiten. Laut Rezensentin zeigt sich bereits hier, noch vor ihrem Welthit "Die Geschichte der Bienen", die große "Erzählkraft" der Autorin. Menzel lobt, wie einfühlsam und authentisch Lunde die vier ganz unterschiedlichen Kinder und ihre jeweilige Entwicklung während der aufregenden Reise darstelle. Am meisten beeindruckt die Rezensentin jedoch, dass es Lunde gelinge, eine so ernste Thematik für junge Leser zugänglich zu machen. Ein "großartiges Kinderbuch", findet sie.
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