Wir träumen vom Nürnberger Trichter, der uns Lernen ohne Mühe verheißt, uns alles eintrichtert, was wir hören. Aber es gibt diesen Trichter nicht. Wir brauchen ihn auch nicht, denn unser Gehirn lernt immer, ob wir wollen oder nicht. Es kann gar nicht anders! Das Gehirn des Menschen ist zum Lernen geschaffen. - Warum macht uns dann das Lernen manchmal so große Probleme? Kinder lernen alle 90 Minuten ein Wort; wir alle erinnern uns an den Nachmittag des 11. September. Vokabeln "pauken" oder Klavierspielen lernen ist dagegen mühsam. Manchmal lernen wir also sehr rasch und manchmal sehr langsam. Warum? Gibt es dann so etwas wie eine Gebrauchsanleitung zur Lernmaschine in unserem Kopf?
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 14.11.2002
Auch wenn es im Wissenschaftsverlag Spektrum erschienen ist, wendet sich Manfred Spitzers Buch über das Lernen nicht allein an ein akademisches Publikum, versichert Elisabeth von Thadden: Jeder könne die gelehrten Erzählungen Mediziners und Philosophen verstehen. Der Rezensentin fällt es nur nicht ganz leicht zu sagen, wovon sie eigentlich handeln - da sie von allem handeln: Von Synapsen zum Beispiel und muslimischem Religionsunterricht, von Frontallappen, Angst und Motivation, von neuronalen Repräsentationen und den Kindern des Autors, von Pisa, der Gewalt und so weiter. Entstanden ist ein "methodisch gewagtes, ein anregendes, ein kauziges Buch", findet Thadden. Das mangelnde Lektorat gleicht das Buch nach Ansicht Thaddens durch Menschenfreundlichkeit aus. Auf über 500 Seiten versammelt Spitzer "einprägsame Erkenntnisse", die, so Thadden, gar nicht oft genug wiederholt werden können. "Ein Mensch macht seine Sache gut, wenn die Sache ihm Freude macht, er den Dingen aus eigener Motivation nachgeht", zitiert sie die zentrale Botschaft des Autors. Für Thadden keine "unterkomplexe Trivialität", sondern eine "Utopie des gelingenden Lernens".
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