Übersetzung aus dem Italienischen von Myriam Alfano. Teresas Leben folgte bislang einer geraden Linie. So erreicht sie alle Ziele scheinbar mühelos und es ist keine Überraschung, dass sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin für die große Ausstellung des Tutanchamun-Schatzes in Berlin ausgewählt wird. Ruben, einem jungen, launischen, italienischen Künstler, fehlt es hingegen an Geradlinigkeit. Für ihn ist das Berlin der späten 1990er Jahre eine riesige Spielwiese. Ein magisches Labyrinth voller Möglichkeiten, in dem es leicht ist, sich zu verirren und Spaß zu haben. Die intime Liebesgeschichte von Ruben und Teresa wird parallel mit der Geschichte Howard Carters erzählt, dem Entdecker des Grabes von Tutanchamun, und entfaltet sich zwischen dem Tal der Könige und dem rasanten Leben im Berlin der Nachwendezeit.
Vergangenheit und Zukunft werden in der neuen Graphic Novel von Manuel Fior miteinander verquickt, erklärt der Rezensent Andreas Hartmann. Die Ägyptologin Teresa ist aus Italien ins Berlin der neunziger Jahre gekommen, um Karriere zu machen - doch sie fühlt sich verloren in dieser Stadt, resümiert Hartmann. Deshalb erzählt sie Ruben, einer neuen Bekanntschaft, vom alten Ägypten, wo Zeit nur als die Wiederholung der Vergangenheit galt, lesen wir. Die Graphic Novel springt zwischen zwei Zeitebenen: vom Berlin der Nachwendezeit ins Ägypten der 1920er Jahre, als Howard Carter die Grabstätte Tutanchamuns ausgrub, so der Kritiker. Fasziniert blickt der Rezensent auf Fiors geschickte Verflechtung so unterschiedlicher Orte und Zeitebenen und freut sich auf eine Fortsetzung.
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