Nach etlichen Geburtswehen in der Folge des Ersten Weltkriegs wurde am 1. Mai 1920 das Land Thüringen gegründet. Es war ein Zusammenschluss der bisherigen Freistaaten Sachsen-Weimar-Eisenach, Sachsen-Meiningen, Sachsen-Altenburg, Sachsen-Gotha, Schwarzburg-Rudolstadt, Schwarzburg-Sondershausen sowie des Volksstaates Reuß. Damit endete für die Region eine jahrhundertelange Ära starker territorialer Zersplitterung. Der Gründung voraus gingen zähe Verhandlungen über eine "große" oder eine "kleine" Lösung; letztlich kamen einige Territorien nicht zu dem neuen Land und blieben preußische Inseln in Thüringen. Dieser Band bietet eine umfassende und leicht lesbare Einführung in die Entstehungsprozesse des Landes vor 100 Jahren.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.04.2020
Jens Bisky empfiehlt den von Christian Faludi und Marc Bartuschka herausgegebenen Sammelband über die Gründung Thüringens und seine politische Kultur als faktenreich. Den die Leser durchaus fordernden Detailreichtum, mit dem die Beiträge die Verhältnisse in den thüringischen Staaten beschreiben, hält Bisky für sinnvoll, da deutsche Geschichte seiner Meinung nach erst im Kleinteiligen verständlich wird. Die im Band angestellten Überlegungen zu Eduard Rosenthals Verfassung für Thüringen, zur politischen Kultur im Land und in der Weimarer Republik insgesamt, scheinen Bisky spannend.
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