Der ehemalige Nachrichtenoffizier Marc Lindemann geht der Frage nach, unter welchen Umständen die Tötung eines Menschen von Staats wegen gerechtfertigt sein kann. In anderen Ländern, etwa den USA, werden Drohnen eingesetzt, um Menschen zu töten, ohne die eigenen Streitkräfte in Gefahr zu bringen. Diese Automatisierung des Krieges sorgt dafür, dass die Einsätze für Soldaten abstrakt werden: Ein Pilot sitzt in den USA am Bildschirm und steuert eine Drohne in Afghanistan.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.07.2013
Seine sicherheitspolitische Urteilskraft schärft Wilfried von Bredow mit diesem Buch von Marc Lindemann. Was ihm zunächst wie eine Reduktion von Komplexität in Sachen völkerrechtlicher und moralischer Fragen erscheint, entpuppt sich als gelungene "Nacharbeit" etwa im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz der Nato. Was der Autor über das kriegsrelevante Völkerrecht schreibt und wie, nicht abstrakt, sondern erfahrungsbezogen und in praktischer Absicht, wie von Bredow anerkennend betont, eröffnet dem Rezensenten die Perspektive des handelnden Soldaten in kritischer Konfliktsituation. Eine anregende Art der Darstellung, findet Bredow, und eine lehrreiche dazu.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…