Dirk Laabs

Staatsfeinde in Uniform

Wie militante Rechte unsere Institutionen unterwandern
Cover: Staatsfeinde in Uniform
Econ Verlag, Berlin 2021
ISBN 9783430210324
Gebunden, 448 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

In Deutschland zählen immer mehr Soldaten, Polizisten und Nachrichtendienstler zur rechten Szene. Menschen also, die per Amtseid geschworen haben, das Grundgesetz und die Bundesrepublik zu beschützen - und die in diesen Positionen besonders gefährlich sind: Die Todesdrohungen des "NSU 2.0" an eine Frankfurter Anwältin und die hessische Linken-Abgeordnete Wissler wurden mithilfe einer polizeilichen Datenabfrage übermittelt. Fürs Töten ausgebildete KSK-Soldaten und Elite-Polizisten horten zu Hause massenweise Waffen sowie Munition, ihre Komplizen legen "Feindeslisten" für den "Tag X" an. Dirk Laabs' Spurensuche zeigt: Die rechten Verschwörer profitieren von rechtsextremen Traditionen und Überzeugungen im Sicherheitsapparat.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 15.02.2021

Rezensent Bodo Morshäuser zeigt sich äußerst alarmiert nach der Lektüre von Dirk Laabs "Staatsfeinde in Uniform". Darin legt der Autor schlicht und verständlich seine Rechercheergebnisse dar, die vor allem die ständig wiederholte Erzählung vom rechtsextremen Einzeltäter als Legende entschleiern. Eine Legende, die den Polizisten, Bundeswehroffizieren, Soldaten und Geheimdienstbeamten der unsichtbaren rechten Netzwerke übrigens zugutekommt und bewusst von ihnen genutzt wird, so Morshäuser. Laabs klärt in seinem Buch jedoch nicht nur über die Schutztaktiken der rechten Untergrund-Organisationen auf, sondern auch über den Verbleib verschwundener Bundeswehr-Waffen, über Mitglieder, Kommunikationsmethoden und Ziele. Ein wichtiges weil wachrüttelndes Buch, so der beunruhigte Rezensent.