Aus dem Polnischen von Paulina Schulz. Breslau 1919. Auf einer der Oder-Inseln werden die grässlich zugerichteten Leichen von vier jungen Männern entdeckt, die Matrosenmützen tragen. Bei ihnen findet Kriminalassistent Eberhard Mock eine an ihn adressierte Notiz: Er solle sich zu seinem Fehler bekennen und anfangen zu glauben. Auf der Suche nach dem Mörder gerät Mock in Bordelle und Spelunken und stößt schließlich auf eine Geheimgesellschaft, die ihn im Visier hat.
Rezensentin Katharina Granzin hat am Krimi des polnischen Altphilologen, der im noch deutschen Breslau vor 1945 spielt, Gefallen gefunden. Nicht nur, dass es sie Staunen macht, dass hier ein Pole einen Krimiplot in der deutschen Vergangenheit des heutigen Wroclaw angesiedelt hat, (inzwischen schon der dritte, wie wir lesen.) Auch die Geschichte selbst hat sie als "düstere Moritat" genossen, und sich das Vergnügen ausgemalt, das der Autor beim Schreiben hatte. Im Zentrum steht ihrer Beschreibung zufolge ein Kriminalassistent namens Eberhard Mock, der sich im Jahr 1919 an die Spur eines Männermörders heftet, der seinen grausam zugerichteten Opfern Matrosenmützen aufsetzt. Vergnügen machte der Rezensentin auch die "geschliffene Sprache", die sie von Paulina Schulz zudem "hervorragend übersetzt" fand. Auch das Gepräge feiner intellektueller Ironie, das die teils drastische, und immer wieder höchst detailreiche Schilderung in Form lateinischer Zitate durchzieht, finden bei der Rezensentin begeisterte Aufnahme.
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