Aus dem Schwedischen von Stefanie Werner. Es ist Weihnachten, als ein Toter auf Noorö, der nördlichsten Insel von Doggerland, gefunden wird. Karen Eiken Hornby stürzt sich in die Ermittlungen - erleichtert, auf Weihnachten verzichten zu können. Ein weiterer Mord zeigt eine Verbindung zu einer örtlichen Whiskydestillerie, aber am meisten beunruhigt Karen, dass ihre eigene Familie in den Fall verwickelt zu sein scheinen. Der Fall wird mehr und mehr zu einem Balanceakt zwischen Karens Privatleben und ihrer Rolle als Polizistin.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.04.2020
Tilman Spreckselsen staunt, wie vertraut ihm in Maria Adolfssons zweitem Roman um Kriminalinspektorin Karen Eiken Hornby die Inselgruppe Doggerland erscheint, wo sie doch nur in der Fantasie der Autorin existiert, so liebevoll malt sie ihre Nordsee-Welt aus. Diesmal ermittelt Hornby, wie immer persönlich mit allerlei Figuren verbunden, den Mord an einem emeritierten Hochschullehrer, und die Spur führt zu einer alten Fabrikantenfamilie, die ihre besten Zeiten hinter sich hat, berichtet Spreckelsen. Gebannt verfolgt der Rezensent, wie Hornby ein Netz aus "Abhängigkeiten, Aversionen und geradezu toxischen Loyalitäten" freilegt.
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