Dies ist die schicksalhafte Geschichte der jungen und eigenwilligen Prinzessin und Priesterin Kija und der Königsstadt Qatna im alten Syrien in der Mitte des 14. Jahrhunderts v. Chr. Kija sieht ahnungsvoll den Untergang der reichen Handelsmetropole voraus und will der eigenen Weissagung trotzen. Dabei wird Qatna von allen Seiten umworben und gleichzeitig bedroht. Können die kluge Kija und ihre Getreuen eine Lösung für das folgenschwere Dilemma finden? Als der ägyptische Thronanwärter Echnaton in ihr Leben tritt, findet sie in ihm einen Seelenverwandten und verzehrt sich in Liebe nach ihm. Doch es gibt auch die machtbewußte Nofretete ... Echnaton setzt den Zweifel in Kijas Seele, ob es tatsächlich mehr als einen Gott geben kann und ob es nicht vielmehr die eine Göttin ist, die nach ihr ruft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.07.2010
Ein historischer Roman - in diesem Fall und zur Freude des Rezensenten Ulf von Rauchhaupt allerdings mit der eindeutigen Betonung auf historisch, nicht auf Roman. Zwar gibt es hier eine durchaus romanhafte Geschichte rund um die Nebenfrau Kija des Pharaos Echnaton, die allerdings tatsächlich existierte. In Wahrheit aber geht es der Autorin vor allem darum, eine Zeit, eine Atmosphäre, eine ganze Welt in Form der Fiktion wiederauferstehen zu lassen. Und daran, dass die Details einfach stimmen (so weit man heute noch sagen kann), erkenne man in der Autorin, die unter Pseudonym schreibt, die Altertumswissenschaftlerin. Insbesondere das Verhältnis der Menschen zu den keineswegs als übermächtig vorgestellten Göttern werde hier nach aktuellem Stand des Wissens überzeugend geschildert. Und zwar sei das ganze jetzt keine wirklich ambitionierte Literatur, aber dass die Autorin schreiben kann, falle doch auch angenehm auf.
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