Seit dem Ende des Kalten Krieges und dem Fall der Berliner Mauer ist die sowjetische Propaganda-Kunst als faszinierende Inspirationsquelle von Designern und Künstlern entdeckt worden. Die umfangreiche Plakat-Sammlung des russischen Kunstsammlers Sergo Grigorian umspannt den Zeitraum von 1917 bis zum Kalten Krieg und wird nun erstmals in Buchform präsentiert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.03.2007
Rezensent Andreas Platthaus begrüßt diesen Bildband über Sowjetische Plakatkunst nach 1945 von Maria Lafont, denn auch wenn ihn die Texte der Autorin nicht wirklich überzeugt haben, schließt der Band doch eine Lücke. Anders als die sowjetische Plakatkunst vor 1945 ist die der Zeit nach 1945 bislang kaum dokumentiert. Gleichwohl erreichen die Plakate seines Erachtens nicht das Niveau der wegen ihrer Verbindung von Kunst und Propaganda berühmten Vorgänger aus der Vorkriegszeit. In den sechziger Jahren sei man bei Poesiealbummotiven angelangt, in den achtziger Jahren bei purer Beliebigkeit. Kritisch äußert sich Platthaus über den Einleitungstext, der in seinen Augen "enttäuschend" ausfällt, über die meist oberflächlichen Kommentare und die fehlende kunsthistorische Einordnung der abgedruckten Werke.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.03.2007
Sonja Zekri zeigt sich in ihrer Kurzkritik vollkommen begeistert von dem Bildband mit sowjetischen Propagandaplakaten. Die ästhetische Entwicklung der Plakatkunst vom zaristischen Russland bis zum Ende der Sowjetunion ließe sich an der 300 Exponate umfassenden Sammlung von Sergo Grigorian wunderbar ablesen, meint die Rezensentin, die ganz erleichtert ist, dass auf den vorgestellten Plakaten weniger gegen die Gegner des Kommunismus agitiert, sondern vor allem die innere Bildung des Sowjetbürgers verhandelt wird.
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